Beim ersten Silbenlesen werden die Laute der Buchstaben zu einer gesprochenen Einheit verbunden. Dieser Ratgeber beschreibt, wie Sie einen Leseversuch unterstützen und zwischen Lesen und bloßem Wiedererkennen unterscheiden können. Die zugehörigen Arbeitsblätter verwenden überschaubare Kombinationen mit M oder L.
Eine kurze Übung in kleinen Schritten
Sprechen Sie die Laute und verbinden Sie sie in ihrer Reihenfolge. Bei Verständnisfragen dürfen Sie ein unbekanntes Wort vorlesen, ohne die Antwort vorzugeben.
Bearbeiten Sie ein Beispiel gemeinsam und lassen Sie dann einen eigenen Versuch zu. Fragen Sie nach dem Lösungsweg. Wenn die Aufmerksamkeit nachlässt, ist eine Pause sinnvoller als das vollständige Ausfüllen.
Silben mit M lesen
Verbinde den Laut /m/ mit dem folgenden Selbstlaut. Höre zuerst auf das Lesen und lasse erst danach die gleiche Silbe suchen.
Beginne mit ma und mi.
Mische zwei bekannte Silbenkarten und lies sie erneut.
Silben mit L lesen
Ziehe den Laut /l/ leicht in die Länge und verbinde ihn mit dem Selbstlaut. Verwende nur Lautverbindungen, die schon bekannt sind.
Lest la und li zuerst gemeinsam.
Mische bekannte Silben mit L und M.
Meine ersten Sätze
Ein schwieriges Wort darf vorgelesen werden. Lass das Kind anschließend die Frage selbst beantworten, ohne die Lösung vorwegzunehmen.
Besprecht zunächst einen einzigen Satz.
Stelle eine andere Frage zum gleichen Satz.
Eine kleine Veränderung hörbar machen
Vergleichen Sie zwei Silben mit demselben Anfang, beispielsweise ma und mi. Zeigen Sie beim Lesen auf die Buchstaben und sprechen Sie anschließend die ganze Silbe. Der veränderte Vokal verändert auch das Gehörte. So wird deutlich, warum die Antwort nicht allein am ersten Buchstaben erkannt werden kann.
Lassen Sie eine ausgewählte Silbe immer auch aussprechen. Kann das Kind die passende Schriftform finden, sie aber noch nicht lesen, ist das eine nützliche Beobachtung. Geben Sie ein kurzes Modell und ermöglichen Sie einen neuen eigenen Versuch. Eine lange Reihe zusätzlicher Silben ist dafür meist nicht erforderlich.