Was sich mit diesem Arbeitsblatt üben lässt
Lass das Kind vor jeder zweiten Zeile den vollständigen Zehnerwert aussprechen. Bei 562 × 42 hilft das Wort vierzig, die Bedeutung der Rechnung zu behalten. Die fünf Kästchen bieten Platz für größere Ergebnisse; zusätzliche Nullen links sind nicht erforderlich. Achte ebenso auf eine verständliche Erklärung wie auf das Endergebnis. Wenn das Abrufen einzelner Einmaleinsaufgaben zu viel Aufmerksamkeit braucht, kann eine Einmaleinstafel vorübergehend helfen, während die Zerlegung und das Zusammenfügen der Teilprodukte im Mittelpunkt bleiben.
Im Mittelpunkt steht der Stellenwert der beiden Ziffern im zweiten Faktor. Bei 124 × 23 bedeutet die 3 drei Einer und die 2 zwei Zehner. Deshalb wird in der zweiten Zeile mit 20 und nicht nur mit 2 multipliziert. Die Kinder übertragen eine bekannte Zerlegung auf einen dreistelligen ersten Faktor. Das Blatt eignet sich zur begleiteten Vertiefung nach einfacheren Multiplikationen. Eine Klassenangabe allein entscheidet nicht über die Eignung: Sicheres Einmaleins, Stellenwertverständnis und Addition mit Übertrag sind die wichtigen Voraussetzungen. Eine passende Übung ist Dreistellige Zahlen mit einer Ziffer multiplizieren – ohne Übertrag: Rechne von rechts nach links. Schreibe eine Ziffer in jedes Ergebnisfeld.
Eine kurze Übungszeit vorbereiten
Drucke das Blatt in Originalgröße aus, damit die Kästchen gut beschreibbar bleiben. Lege Bleistift, Radiergummi und ein Extrablatt für Überträge bereit. Betrachte mit dem Kind Leo, den Löwen in der Bücherei. Er packt Schachteln mit jeweils gleich vielen Lesezeichen. Welcher Faktor beschreibt den Inhalt einer Schachtel, welcher die Anzahl der Schachteln? Die Geschichte macht die großen Zahlen verständlich, ohne dass Hunderte Gegenstände gezeichnet werden müssen. Bewahre das Lösungsblatt zunächst getrennt auf, damit ein eigener Rechenversuch möglich bleibt.
Ein konkretes Beispiel zum Einstieg
Das Beispiel zerlegt 132 × 24 in 132 × 4 und 132 × 20. Daraus entstehen 528 und 2640; zusammen ergeben sie 3168. Bei der ersten Aufgabe 124 × 23 gehört 372 in die Zeile × 3 und 2480 in die Zeile × 20. Die Summe ist 2852. Alle Zahlen werden rechtsbündig geschrieben, sodass die Einer untereinanderstehen. Leere Kästchen links sind richtig. Die Null in 2480 gehört zum Zehnerprodukt und darf bei der anschließenden Addition nicht verloren gehen.
Die Bearbeitung begleiten
Bearbeitet zunächst ein oder zwei Aufgaben gemeinsam und lasst dann Raum für einen eigenen Versuch. Die sechs Rechnungen reichen von 124 × 23 bis 735 × 68. Einige Summen haben vier, andere fünf Stellen. Bei 307 muss auch die Null innerhalb des Faktors an ihrem Platz bleiben. Die Beschriftungen der Teilproduktzeilen geben die Zerlegung vor, nicht das Ergebnis. Ein Zeitlimit ist nicht nötig. Bei nachlassender Konzentration können drei Aufgaben heute und die übrigen später bearbeitet werden. Für eine andere Übungsform eignet sich Zweistellige Zahlen mit Teilprodukten multiplizieren: Berechne beide Teilprodukte und addiere sie.
Versuche beobachten und Ergebnisse prüfen
Prüfe zuerst jedes Teilprodukt und erst danach die Addition. Ist die Zehnerzeile zehnmal zu klein, wurde möglicherweise nur mit 2 statt mit 20 multipliziert. Stimmen beide Teilprodukte, liegt ein abweichendes Ergebnis eher an verrutschten Spalten oder einem vergessenen Übertrag beim Addieren. Auf dem Lösungsblatt sind alle drei Zeilen ausgefüllt. So lässt sich die erste fehlerhafte Stelle gezielt finden. Ein Überschlag unterstützt die Kontrolle: 735 × 68 liegt ungefähr bei 700 × 70, also bei 49000.
Die Aufgabe leichter machen
Bearbeitet nur eine Aufgabe und erlaubt eine Einmaleinstafel. Wiederholt zweistellig mal zweistellig, wenn die zusätzlichen Stellen die Orientierung erschweren.
Behalten Sie das Ziel der Aufgabe bei, aber verkleinern Sie den Umfang. Mit einem zusätzlichen Blatt lässt sich ein Teil der Seite abdecken, sodass jeweils nur eine Aufgabe sichtbar bleibt. Zeigen Sie ein eigenes Beispiel neben der Vorlage und geben Sie dem Kind danach Gelegenheit, selbst zu entscheiden. Ein Ergebnis, das mit Unterstützung zustande kommt, ist ein sinnvoller Versuch. Es zeigt jedoch noch nicht, dass dieselbe Aufgabe bereits ohne Hilfe gelingt.
Die Idee im Alltag weiterführen
Rechnet dieselbe Aufgabe in anderer Reihenfolge: zuerst 236 × 10, dann 236 × 4. Erklärt, warum die Summe weiterhin 236 × 14 ergibt.
Die Weiterführung greift dieselbe Idee in einer anderen Situation auf. Bieten Sie sie an, wenn die erste Aufgabe verstanden wurde, ohne ein vollkommen ausgefülltes Blatt zu verlangen. Das Kind kann einen Lösungsweg erklären, ein Beispiel erfinden oder eine Aufgabe für einen Erwachsenen stellen. Kehren Sie nur dann zum Arbeitsblatt zurück, wenn der Vergleich zwischen beiden Situationen hilft. Für den Abschluss genügt oft ein kurzes Gespräch oder eine kleine Handlung mit Gegenständen. Zum Weiterüben gibt es Dreistellige Zahlen mit Übertrag addieren: Addiere. Schreibe die Überträge in die kleinen Kästchen.
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